Turmalin-Var. Elbait aus Brasilen

Neufund von grünem Turmalin aus der Urubú Mine
Die vorliegenden brasilianischen Turmaline stammen von einem Aufsehen erregenden Neufund, der im Juni 2004 getätigt wurde. Genauer Fundort ist die Urubú Mine unweit von Araçuai in Minas Gerais, dem bekannten Bergbaustaat im Südosten von Brasilien. Beim Kern der teilweise hohlen Kristalle handelt es sich um eine interessante Pseudomorphose von Quarz nach Turmalin, die von der grasgrünen Verdelith-Hülle umgeben ist. Teilweise sind die grünen Turmaline transparent und haben Edelsteinqualität.

Der Verdelith ist ein typisches Pegmatitmineral. Zwar kommt der grüne Turmalin auch z.B. in Glimmerschiefer oder Chloritschiefer vor, jedoch stammen Verdelithe mit Edelsteinqualität alle aus den Pegmatiten. Die weltbesten Verdelithe kommen aus Brasilien, was dieser Elbait-Varietät gelegentlich auch die Bezeichnung äbrasilianischer Smaragd“ eingetragen hat. Die Farbe dieses Cyclosilikates wird vor Allem durch den Gehalt an Eisen- und Chromoxid bestimmt. Bei den langprismatischen Kristallen mit einem dreieckigen Querschnitt ist oftmals auch eine Farbzonierung mit unterschiedlichen Grüntönen zu beobachten. Dazu kommt ein starker Pleochroismus, d.h. eine Abhängigkeit der Farbe vom Betrachtungswinkel, dieser ist teilweise changierend zwischen farblos, gelblich grün und grünblau, zu beobachten.

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